Unser Pfarrer | Kirchen | Kirchengemeiderat | Sekretärin

Kirchen der Evangelischen Kirchengemeinde Rot am See


Man rechnet, dass die Martinskirche zwischen 1180 und 1200 erbaut wurde. Ganz früher war es einmal eine Holzkirche, dann baute man eine Steinkirche im romanischen Stil, ursprünglich war die Martinskirche aber eine Wehrkirche.
Noch im letzten Jahrhundert war sie von einer nahezu 3 m hohen und ca. 60 cm starken Steinmauer umgeben. In Notzeiten konnten sich so die Menschen hinter die Mauern oder in die Kirche oder gar in den Turm flüchten. Im Turm befinden sich heute noch zugemauerte Schießscharten. Das Kirchgebäude glich ursprünglich mehr einer Burg als einem Gotteshaus. Im Turm der Martinskirche hängen 3 Glocken, die größte ist die Betglocke aus dem Jahr 1958, dann die Kreuz-und Zeichenglocke aus dem Jahr 1505 und schließlich die kleinste Glocke, die Taufglocke aus dem Jahre 1435. Eine Besichtigung des Glockenturms ist eine sehr interessante Sache. Die Glocken wurden bei verschiedenen Anlässen geläutet. Zum einen bei Alarm, in erster Linie aber ordnete das Geläut der Glocken den Tages –und Jahresverlauf der Menschen.
An Sonn– und Festtagen laden die Glocken zum Gottesdienst ein, dem Mittelpunkt des Lebens und des Glaubens der Christengemeinde. Bei der Taufe eines Kindes wird die kleine Glocke, die Taufglocke geläutet. Unter dem Geläut der Glocken werden aber auch die Menschen zu Grabe getragen. Wenn man sich eingehender mit der Läuteordnung der Kirchengemeinde beschäftigt, kann man feststellen, dass man viel bewusster auf das Glockengeläut horcht.
Die letzte Kircheninnenrenovierung fand im Jahr 1995/96 statt, damals wurde auch eine Hauptreinigung an der Orgel vorgenommen und Teile davon wurden erneuert.

2011 war das Jahr großer Renovierungsmaßnahmen am Turm, im Dachboden, an den Glocken und an der Außenfassade. Nur mit vielen ehrenamtlichen Arbeiteinsätzen und pfiffigen Ideen für die Erwirtschaftung des beträchtlichen Eigenanteils der Kirchengemeinde war es mögliche, dieses kostenintensive Projekt zu stemmen

 

                                    

 

 

 

 

 

Die schöne Martinskirche in Rot am See außen und inne.

 

Musdorf – und die Muswiese, rund um unsere Michaelskirche

 

 

 

 

 

 

 

 

Während der Muswiese sind die Straßen entlang des Ortes übersät mit Ständen und natürlich mit Besuchern.

Musdorfer Michaelskirche

 

Die Musdorfer Michaelskirche außen und innen.

Die im heutigen Kirchenschiff befindliche Kapelle aus dem frühen 14. Jh. mit einer Grundfläche von ca. 4,5 x 6 m dürfte, da Musdorf zum bebenburgischen Besitz zählte, vermutlich unter der Herrschaft Engelhards oder Rudolfs von Bebenburg entstanden sein.
1388 wird in Musdorf erstmalig eine Kirche erwähnt.
Am 7. März 1649 erhält man vom Markgraf Albrecht die Genehmigung, für die Musdorfer Kirche Holz schlagen zu lassen, um einen Dachstuhl aufrichten zu lassen.
Später 1990/1991 erfolgt eine grundlegende Außenrenovierung von Kirche und Turm. 1997 wird dann im Innern renoviert und das Kirchenschiff wird neu gestaltet.
Diese letzte Renovierung mit Einbau einer neuen Innenbeleuchtung, einer Heizung sowie zu dem ländlichen Umfeld passenden bunten Glasfenstern, war notwendig und wichtig.
Im jetzigen Zustand bildet das Kircheninnere nicht nur bei den üblichen Gottesdiensten, sondern gerade auch beim alljährlichen feierlichen Eröffnungsgottesdienst der Muswiese mit den vielen anwesenden Gästen aus nah und fern einen feierlichen und festlichen Rahmen.
Auch während der Muswiese wird die ehemalige Wallfahrtskirche zur „Atempause“ (kurze Andacht) und für Ausstellungen genützt (Martin Luther, Bibelausstellung). Im vergangenen Jahr konnten Bilder der Konfirmanden zu den „Gleichnissen Jesu“ bewundert und ersteigert werden.
Bemerkenswert ist in der Michaelskirche, dass die Betglocke (aus dem Jahr 1505) und die Zeichen –und Taufglocke(aus dem Jahre 1506) noch von Hand geläutet werden. Die 2 Seile hängen hinter dem Altar und es ist gar nicht so einfach einen gleichmäßigen Zug zu erzielen!